Schulentwicklung
Integrative Schulung im ersten Jahr
Die Schulen im Kanton Aargau arbeiten mit wenigen Ausnahmen integrativ, was bedeutet, dass die heilpädagogische Unterstützung einzelner Kinder nicht mehr in einer separaten Kleinklasse, sondern im Unterricht der Regelklasse integriert wird. So wird kein Kind auf Grund einer Lernschwäche oder auch einer körperlichen Einschränkung aus einer Regelklasse ausgeschlossen, sondern die Klassenlehrperson und das betreffende Kind erhalten die nötige Unterstützung, damit das Kind in der Regelklasse bleiben und Fortschritte dort machen kann. Wir haben in der Schule Muhen auch bereits mehrere Kinder mit körperlichen Einschränkungen in Regelklassen mit spezieller Förderung durch Heilpädagogen integriert gefördert mit sehr guten Resultaten. Es versteht sich von selbst, dass eine solche Umstellung nicht vom einen auf den andern Tag reibungslos funktioniert. Vielmehr ist es ein ständiges Entwicklungsfeld und kommen immer neue Erkenntnisse dazu, werden immer weitere Erfahrungen ausgewertet und die Zusammenarbeit der Lehrpersonen, die Instrumente der Förderung immer weiter entwickelt und verbessert. Die Schule als lernende Organisation wird immer die Absicht haben, neu dazu zu lernen und ihre Angebote und Arbeitsweise weiter zu entwickeln. Nicht anders bei der integrativen Schulung. Die ersten Schritte der Konkretisierung, das bereits gute Funktionieren der Zusammenarbeit und die Resultate daraus sind sehr ermutigend und lassen den Schluss zu, dass die Integration zunehmend besser gelingt und zur Selbstverständlichkeit werden wird.
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Externe Schulevaluation 2010
Im Rahmen der Qualitätssicherung und –entwicklung findet neu in jeder Schule des Kantons alle vier bis sechs Jahre eine externe Evaluation statt. Diese Evaluation wird durch die „Fachstelle Externe Schulevaluation“ durchgeführt und beinhaltet drei Elemente – die Ampelkriterienevaluation, die Profilerfassung und die Fokusevaluation. Es wird dabei überprüft, ob die Schule den grundlegenden Anforderungen der Funktionsfähigkeit genügt, in welchen Bereichen Stärken und Schwächen aus Sicht des Evaluationsteams liegen und bei der Fokusevaluation wird zu einem bestimmten Entwicklungsthema eine differenzierte Standortbestimmung vorgenommen. Dazu werden SchülerInnen, Schuleltern, Schulbehörden, Lehrpersonen, die Schulleitung, die Hauswarte, das Sekretariat, … mit Fragebögen und in Interviews befragt - ein Evaluationsteam besuchte dazu die Schule während einiger Tage. Die Ergebnisse unserer Evaluation wurden im September allen Interessierten vorgestellt und erläutert. Sehr gefreut hat haben uns die Resultate der Ampelevaluation. Mit einer Ausnahme wurden alle Ampeln auf Grün gestellt – unsere Schule erfüllt also alle Anforderung an die Funktionsfähigkeit. Einzig die von uns mit der Einführung der Blockzeiten gewählten Lektionszeiten wurden kritisiert, weil nicht in allen Teilen Reglement konform – mittlerweile hat sich der Kanton jedoch unsere Lösung angeschlossen. Somit sind definitiv alle Ampeln „im grünen Bereich“.
Umgang mit den Ergebnissen Die Schulbehörden haben anlässlich einer Klausurtagung und die Lehrerinnen und Lehrer anlässlich einer Entwicklungstagung die Ergebnisse und Empfehlungen analysiert und daraus Handlungsfelder und Zielsetzungen abgeleitet: Zusammenarbeit und Koordination Schule Muhen und Kreisschule Kölliken/Muhen Die Schulbehörden unternehmen geeignete Schritte, um die Zusammenarbeit der verschiedenen Schulbereiche noch weiter zu verbessern, Ungeklärtes noch zu klären und die Bedeutung des Standortes im Bereich der Kreisschule noch genauer zu definieren. Kommunikation und Elternkontakte Dem Bereich Elternzusammenarbeit wird eine hohe Priorität beigemessen. So wurde das „Elterncafé“ eingeführt mit jährlich vier Anlässen. Es soll ein Forum sein für den Austausch mit Eltern. Anliegen, Bedürfnisse und Wünsche sollen entgegen genommen werden und nach Möglichkeit gemeinsam Lösungsansätze entwickelt werden. Es ist vorgesehen zu definierten Themen jährliche Rückmeldungen bei SchülerInnen und Eltern einzuholen, die Informationen durch Lehrpersonen anzugleichen und ein Beschwerdemanagement für Anliegen, Bedürfnisse und Wünsche der Eltern einzurichten. Schul- und Unterrichtsentwicklung Hier steht ganz klar die Umsetzung der integrativen Schulung im Zentrum. Diese nicht als isolierte Zielsetzung, sondern eingebettet in die Entwicklung zu einem Unterricht, welcher jedes Kind dort abholt, wo es steht und entsprechend angepasst fördert. Dabei soll die Entwicklung massgeschneidert sein für die einzelnen Abteilungen, Stufen und Standorte. Zentrale Handlungsfelder sind in diesem Zusammenhang: die „Lernerfassung und Beurteilung“ - ins Zentrum gerückt durch die Einführung der neuen Promotionsverordnung. Lehr- und Lernarrangement im Unterricht – also „Wie macht man es?“ Lernprozess- und unterrichtsbezogene Zusammenarbeit – also „Wie arbeitet man effizient und wirkungsvoll zusammen - mit möglichst grossem Gewinn für die Schülerinnen und Schüler?“
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